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Erdiges Gemüse kinderleicht genießen – warum sich Geduld mit Bete & Co. lohnt

Rote Bete bringt Farbe in die Küche und auf helfende Kinderhände.

Rote Bete, Pastinake, Steckrübe oder Schwarzwurzel – sogenanntem erdig schmeckenden Gemüse wird bei vielen Familien skeptisch gegenüber getreten. Häufig reagieren Kinder sensibel und teilweise ablehnend auf den intensiven Eigengeschmack. Dabei steckt natürlich auch in diesen Gemüsesorten ein enormes gesundheitliches Potenzial. 

Warum schmeckt Gemüse "erdig"?

Der erdige Geruch und Geschmack wird unter anderem durch Geosmin vermittelt. Hierbei handelt es sich um eine natürliche Verbindung, die beispielsweise auch für den Geruch von feuchter Erde oder aber einen muffigen, teils schimmeligen Geruch verantwortlich ist. Da Kinder deutlich mehr Geschmacksknospen als Erwachsene haben, nehmen sie auch bittere und erdige Noten intensiver wahr. Ablehnung ist daher kein „Gemüseverweigerungs-Drama“, sondern biologisch nachvollziehbar.

Wichtig zu wissen: Geschmack ist erfahr- und lernbar. Je häufiger Kinder ein Lebensmittel in angenehmer Atmosphäre erleben, desto vertrauter und akzeptierter wird es. Dies gilt gleichermaßen auch für bitter oder erdig schmeckende Lebensmittel

So lässt sich erdig schmeckendes Gemüse kinderfreundlich zubereiten 

1. Rösten statt Kochen:
Durch das Rösten im Ofen (z. B. bei 180 °C mit etwas Öl) entstehen Karamellnoten, die den Erdgeschmack deutlich abmildern. Rote Bete, Pastinaken oder Karotten werden süßlicher und milder.

2. Kombinieren statt isolieren:  
Erdiges Gemüse wirkt weniger dominant, wenn es mit bekannten Lieblingszutaten kombiniert wird:

  • Rote Bete + Apfel
  • Pastinake + Kartoffel
  • Kürbis + Banane (z. B. als Suppe)

--> Bekanntes mit etwas Neuem als Ergänzung

3. Püriert in Suppen, Dips oder Aufstrichen wird das Gemüse oft als milder und „weicher“ empfunden. Frischkäse, Joghurt, Sahne oder pflanzliche Alternativen runden den Geschmack ab. 

4. Süße bewusst einsetzen:
Ein Hauch Honig, Ahornsirup oder Apfelmus kann den Erdgeschmack mildern – ohne das Gericht zur Süßspeise zu machen.

5. Gemeinsam zubereiten:
Kinder, die beim Waschen, Schneiden oder Würzen helfen, probieren deutlich eher. Das Gefühl von Kontrolle und Mitwirkung reduziert die Skepsis und Ablehnung.

Familienfreundliche Alltagsideen 

  • Bunte Ofengemüse-Pommes aus Bete, Pastinake & Kartoffel
  • Pinkfarbener Bete-Hummus (optisch oft ein Hit bei Kindern)
  • Cremige Bete-Nudelsoße mit Frischkäse
  • Gemüse-Waffeln oder Bratlinge mit fein geriebener Rote Bete
  • Smoothies mit Banane, Beeren und einem kleinen Bete-Anteil

Rote-Bete-Hummus mit Wurzelgemüse-Pommes

Schwierigkeit: einfach
15 Zutaten
Rezeptbild für Rote-Bete-Hummus mit Wurzelgemüse-Pommes

Pink Pasta

Schwierigkeit: einfach
9 Zutaten
Rezeptbild für Pink Pasta

Warum Bete & Co. echte Gesundheitshelden sind

Bete & Co. bringen natürlich auch gesundheitliche Vorteile mit sich. Das Gemüse unterstützt die Gefäßgesundheit, unsere Leber und wirkt entzündungshemmend. Außerdem weist es eine hohe Mikronährstoffdichte auf und liefert beispielsweise Folsäure, Eisen, Kalium sowie Vitamin C. Dies unterstützt nicht nur das (kindliche) Immunsystem sondern auch das Wachstum. Die enthaltenen Ballaststoffe fördern eine vielfältige Darmflora, welche die Darmgesundheit und ebenso das Immunsystem stärkt

Außerdem kann Rote Bete die körperliche Leistungsfähigkeit steigern – ein Grund, warum sie ebenso im Ausdauersport beliebt ist.

Auch die frühen natürlichen Farb- & Geschmackserlebnisse bringen einen Vorteil mit sich: Kinder erfahren dadurch, dass Essen bunt und vielfältig sein darf und akzeptieren dies als „normal“ – ein wichtiger Faktor für langfristig gesundes Essverhalten. Denn frühzeitige Vielfalt im Geschmack kann das Risiko für einseitige Ernährung im späteren Leben senken.

Erdiges Gemüse braucht Geduld und Kreativität 

Erdig schmeckendes Gemüse ist kein „Problemgemüse“, sondern oft nur „falsch“ zubereitet. Mit sanften Garmethoden, cleveren Kombinationen und einer Portion Gelassenheit lässt sich Rote Bete & Co. Schritt für Schritt in den Familienalltag integrieren. Entscheidend ist nicht das sofortige Mögen – sondern das wiederholte, positive Erleben des Gemüses selbst sowie der Umgebung. Neben der individuell bevorzugten Zubereitungsmethoden bedarf es also auch Geduld und vor allen Dingen keinen Druck. 

Denn Geschmack entwickelt sich. Und manchmal braucht Gemüse ein bisschen Unterstützung, um sein Potenzial zeigen zu dürfen und Kinder brauchen Zeit, sich jenem in ihrem eigenen Tempo nähern zu dürfen. Konzentrieren Sie sich also darauf, die richtige Atmosphäre sowie wiederholte Gelegenheiten zu schaffen und verlieren Sie nicht die Motivation, wenn Ihr Kind das Gemüse aktuell noch nicht probieren mag. Bleiben sie entspannt dran! 

Intuitiv essen mit Melina
Hier schreibt unsere Autorin: 

Melina Will ist Ernährungsberaterin und seit 2022 Partnerin der Amperhof Ökokiste. Über ihren Blog GewusstVegan sind wir auf sie aufmerksam geworden. Melina verblüfft uns mit ihren unkomplizierten und alltagstauglichen Rezepten, die rein pflanzlich sind. Wer ihre Rezepte kennt, weiß, dass sie bodenständig und authentisch kocht ohne Trends nachzueifern. Melina schreibt für uns über monatlich wechselnde Themen, lässt uns teilhaben an ihrem Fachwissen über Ernährung, ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem Weg zum intuitivem Essen. Folgen Sie uns und Melina auch in den sozialen Medien.