Wir sind CO2-neutral

Unser gesamter Betrieb ist seit 2020 CO2-neutral!

Als Ökokiste agieren wir seit Beginn mit kleinem CO2-Fußabdruck. Durch 100% Biowaren, Eigenanbau, regionale Lieferanten und verpackungsarme Produkte besteht unser Hauptgeschäft darin, nachhaltig und umweltfreundlich zu wirtschaften. Wir nutzen das Sonnenlicht auf den Dächern des Amperhofes und der Packhalle: Solarenergieanlagen erzeugen Strom. Was wir selbst nicht verbrauchen, wird ins öffentliche Netz eingespeist. Verschiedene Blühstreifen locken in den warmen Monaten verschiedene Insekten an und geben ihnen Nahrung.

Seit 2020 haben alle Ökokisten sich dazu entschlossen, ihre gesamtbetrieblichen Emissionen zu erfassen und auszugleichen. Vorgaben des Kyoto-Protokolls erlauben nur Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern. Wir als Amperhof Ökokiste gleichen unsere CO2-Emissionen über verschiedene Projekte aus, für das Jahr 2020 sind das ca. 134 Tonnen. Diese beinhalten bspw. den Energieverbrauch des Pack- und Bürogebäudes sowie den Aufwand durch Auslieferung. So haben wir uns für einen Mix aus Aufforstung des tropischen Waldes in Panama und dem Betrieb eines Laufwasserkraftwerkes in Mittelamerika entschieden. Regionale Projekte haben wir dennoch im Blick und unterstützen gemeinsam mit anderen Ökokisten die Moorrenaturierung in Oberbayern. Im Folgenden finden Sie die einzelnen Projekte.

Tropical Mix Land Reforestation, Aufforstungsprojekt in Panama, Gold Standard VER

100 Tonnen CO2 gleichen wir mit der Aufforstung von gemischten, tropischen Baumarten in Panama aus. Panama verliert jedes Jahr mehr als 1 Prozent seiner Primärwaldfläche. Einst reich an Wäldern mit großer Biodiverstiät, wurde das Projektgebiet in landwirtschaftliche Weideflächen für intensive Rinderhaltung umgewandelt, was zur Zerstörung des bestehenden Ökosystems führt. Insgesamt sollen 13.385 Hektar wiederhergestellt werden, das Projekt läuft seit 1995 und dauert bis 2025. Bisher sind dadurch 1.330.758 Tonnen CO2 eingespart worden.

Die Projektbereiche sind unterteilt in mehrere Fincas (Kleinbetriebe), die alle nach demselben Forstwirtschaftsplan bewirtschaftet werden. Das Projekt legt auch Bereiche fest, auf denen eine faire Produktion von Bio-Kakao und nachhaltigem Holz stattfindet; die Waldbewirtschaftung ist nach FSC (Forest Stewardship Council), die Kakaoproduktion nach UTZ zertifiziert. 

Weshalb uns das Projekt für besonders geeignet erscheint:

  • Schutz der biologischen Vielfalt und die Wiederherstellung von Ökosystemen
  • Alle 150 einheimischen Projektmitarbeiter erhalten einen Lohn über dem gesetzlichen Minimum, einschließlich Krankenversicherung und Pensionskasse. Sie haben auch optionale Vorteile einschließlich einer Lebensversicherung, Aus- und Weiterbildung und für das ärmste Viertel der lokalen Bevölkerung Schulgeldzuschüsse, die aus dem Projekt gewährt werden.
  • Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung, Programme und Schulungen für Einheimische

Guacamaya, Energie aus Laufwasserkraft, Costa Rica, Honduras, Nicaragua, CDM, Gold Standard

34 Tonnen CO2 gleichen wir mit dem Aufbau von Wasserkraftwerken in Mittelamerika aus, das reduziert jährlich insgesamt 40.000 Tonnen. Das Guacamaya Programm unterstützt seit 2012 die Entwicklung kleiner, an das staatliche Stromnetz angeschlossener Laufwasserkraftwerke in abgelegenen und unterentwickelten Regionen der Länder mit dem Ziel Armut und Ungleichheit im ländlichen Raum zu verringern, die Gesundheit zu verbessern, Bildungsmöglichkeiten zu erweitern und das Wirtschaftswachstum zu fördern. So werden neben einer Verbesserung der lokalen Infrastruktur Arbeitsplätze geschaffen und das Bildungswesen gestärkt.

Die Wasserkraftwerke verfügen mit einer installierten Leistung von maximal 15 MW über moderne Technologie, die sich den örtlichen Gegebenheiten optimal anpasst und vollständig von den Kommunen betrieben und verwaltet werden kann. Strenge Anforderungen im Hinblick auf Überwachung und Berichterstattung garantieren minimale Umweltauswirkungen. Darüber hinaus wurden Aufforstungs- und Wiederaufforstungsmaßnahmen sowie Programme zur Sozial- und Umwelterziehung durchgeführt.

Die Registrierung nach CDM und zusätzlich dem Gold Standard stellt sicher, dass alle relevanten Indikatoren für den Beitrag des Programms zu einer nachhaltigen Entwicklung überwacht und über die gesamte Laufzeit garantiert werden.

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Weshalb uns das Projekt für besonders geeignet erscheint:

  • Übergang zu einer kohlenstoffarmen und umweltfreundlichen Energieproduktion
  • Schaffung von 74 Vollzeitarbeitsstellen für Männer und Frauen in den ländlichen Projektregionen
  • Moderne Technologie ermöglicht einen minimalen Eingriff in die Natur

Moorrenaturierung in Oberbayern

Moore speichern riesige Mengen von Kohlenstoff und schützen das globale Klima als CO2-Senke. Nasse Moore und Feuchtgebiete wurden früher als düstere, schaurige und nutzlose Landschaftsbereiche angesehen. Als solche wurden sie Jahrhunderte lang (und teilweise immer noch) trockengelegt, mit Gräben durchzogen und abgetragen.

Heute sind nur noch 5% der deutschen Moore als natürlich zu bezeichnen. Anders gesagt: 95% der deutschen Moore sind in einem ökologisch schlechten Zustand. Durch eine Renaturierung bzw. Wiedervernässung der Moore können die CO2-Emissionen verringert bzw. gestoppt werden. Ziel ist es, den Klimaschutz nicht in andere Länder zu verlagern, sondern direkt vor der Haustüre anzupacken. Zudem trägt die Renaturierung der Moore nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern auch zum Arten- und Hochwasserschutz. Denn Moore sind ein Lebensraum für viele seltene, bedrohte und spezialisierte Arten. Allein im Trischelfilz bei Murnau gibt es Sonnentau, Bläulinge und die gerandete Jagdspinne. Moore nehmen zudem Wasser wie ein Schwamm auf. Bei starken Niederschlägen geben sie das Wasser zeitversetzt wieder ab und können somit zum Hochwasserschutz beitragen.

Weshalb uns das Projekt für besonders geeignet erscheint:

  • Regionale bzw. deutschlandweite Klimaschutzmaßnahme
  • Erhalt der heimischen Arten