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Wasserhaushalt und Ernährung – warum Trinken allein nicht ausreicht

Wenn wir an unseren Wasserhaushalt denken, haben die meisten sofort ein Glas Wasser vor Augen. Tatsächlich spielt Trinken eine zentrale Rolle für unsere Flüssigkeitsversorgung – doch unser Wasserhaushalt wird von weit mehr beeinflusst. Auch das, was wir täglich essen, trägt entscheidend dazu bei, wie gut unser Körper mit Flüssigkeit versorgt ist. Gerade im Sommer, bei sportlicher Aktivität oder im hektischen Familienalltag lohnt sich deshalb ein Blick auf die Ernährung. Denn sie kann den Wasserhaushalt sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

 

KI generiert: Eine ältere Frau trinkt ein Glas Wasser in einem hellen Raum.


Warum Wasser für unseren Körper unverzichtbar ist

Der menschliche Körper besteht – je nach Alter und Körperzusammensetzung – zu etwa 50 bis 70 Prozent aus Wasser. Es ist Bestandteil jeder einzelnen Zelle und übernimmt zahlreiche lebenswichtige Aufgaben. Wasser transportiert Nährstoffe und Sauerstoff, reguliert die Körpertemperatur, unterstützt die Verdauung und sorgt dafür, dass Stoffwechselprozesse überhaupt stattfinden können.
Schon ein Flüssigkeitsverlust von etwa ein bis zwei Prozent des Körpergewichts kann die Konzentrationsfähigkeit und körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.


Ernährung: Ein unterschätzter Baustein des Wasserhaushalts

Rund ein Viertel unserer täglichen Flüssigkeitsaufnahme erfolgt über Nahrungsmittel. Insbesondere Obst und Gemüse bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und liefern gleichzeitig wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.

Zu den wasserreichsten Lebensmitteln gehören beispielsweise:

• Gurke (ca. 96 % Wasser)
• Eisbergsalat
• Zucchini
• Tomaten
• Kohlrabi
• Wassermelone

Gerade an heißen Tagen können diese Lebensmittel dazu beitragen, den Flüssigkeitshaushalt auf natürliche Weise zu unterstützen. 
Sie ersetzen das Trinken zwar nicht, ergänzen es aber sinnvoll.

KI generiert: Verschiedene Obst- und Gemüsesorten: Wassermelone, Salat, Tomaten, Gurken, Zucchini, Kohlrabi.

Nicht nur Wasser – auch Elektrolyte sind wichtig

Beim Schwitzen verliert unser Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Mineralstoffe, sogenannte Elektrolyte. Besonders Kalium und Natrium spielen eine wichtige Rolle für den Flüssigkeitshaushalt sowie einige Körperfunktionen.

Kaliumreiche Lebensmittel sind unter anderem:

• Kartoffeln
• Bananen
• Aprikosen
• Hülsenfrüchte
• Avocado

Nach starkem Schwitzen reicht es daher oft nicht aus, ausschließlich Wasser zu trinken. Eine ausgewogene Mahlzeit mit Gemüse, komplexen Kohlenhydraten und einer Eiweißquelle hilft dem Körper, Flüssigkeit und Mineralstoffe wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte oder Gemüse sind sehr gesund – sie benötigen hingegen jedoch zusätzliche Flüssigkeitszufuhr, damit sie im Darm optimal wirken können. Wer viele Ballaststoffe isst, sollte deshalb auch genügend trinken. Sehr salzige Lebensmittel erhöhen ebenso den Durst, weil der Körper mehr Wasser benötigt, um den Salzhaushalt auszugleichen.

KI generiert: Verschiedene Obst- und Gemüsesorten: Aprikosen, Bananen, Kartoffeln, Avocado und grüne Bohnen auf weißem Hintergrund.

So unterstützen Sie Ihren Wasserhaushalt im Alltag

Eine gute Flüssigkeitsversorgung entsteht durch das Zusammenspiel aus Trinken und Ernährung.

Hilfreiche Gewohnheiten sind:

• Wasser oder ungesüßten Tee als Hauptgetränk wählen
• Jede Mahlzeit mit Gemüse oder Obst ergänzen
• Wasserreiche Snacks wie Gurken, Melone oder Tomaten griffbereit haben
• Ballaststoffreiche Lebensmittel immer mit ausreichend Flüssigkeit kombinieren
• Bei Hitze oder Sport bewusst häufiger trinken und auf mineralstoffreiche Lebensmittel achten

Gerade Kinder profitieren davon, wenn Getränke selbstverständlich zu jeder Mahlzeit dazugehören und Obst oder Gemüsesticks regelmäßig als Snack angeboten werden.

Fazit:

Ein ausgeglichener Wasserhaushalt entsteht nicht allein durch ausreichendes Trinken. Auch unsere Ernährung trägt täglich einen wichtigen Teil dazu bei. Wasserreiches Obst und Gemüse, eine ausgewogene Versorgung mit Mineralstoffen sowie regelmäßiges Trinken unterstützen den Körper dabei, leistungsfähig zu bleiben und alle Stoffwechselprozesse optimal aufrechtzuerhalten.

Der einfachste Tipp für den Alltag: Kombinieren Sie jede Mahlzeit mit einem zuckerfreien Getränk und einer Portion Obst oder Gemüse. So versorgen Sie Ihren Körper mit Flüssigkeit und wertvollen Nährstoffen zugleich.

Intuitiv essen mit Melina
Hier schreibt unsere Autorin: 

Melina Will ist Ernährungsberaterin und seit 2022 Partnerin der Amperhof Ökokiste. Über ihren Blog GewusstVegan sind wir auf sie aufmerksam geworden. Melina verblüfft uns mit ihren unkomplizierten und alltagstauglichen Rezepten, die rein pflanzlich sind. Wer ihre Rezepte kennt, weiß, dass sie bodenständig und authentisch kocht ohne Trends nachzueifern. Melina schreibt für uns über monatlich wechselnde Themen, lässt uns teilhaben an ihrem Fachwissen über Ernährung, ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem Weg zum intuitivem Essen. Folgen Sie uns und Melina auch in den sozialen Medien.
 

Kohlrabipommes
zubereitet von unserer Partnerin Melina Will von GewusstVegan