Milchhof Zierer in Kleinbachern
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Milchhof Zierer in Kleinbachern

Adresse:
Milchhof Zierer
Kleinbachern 3
85354 Freising

Inhaber:
Florian Zierer

Schwerpunkte:
Milch und Joghurt

Website:
www.milchhof-zierer.de

Kontrollstelle:
DE-ÖKO-006

Verband:

Bioland Verband
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Kleinbachern liegt oberhalb vom Freisinger Moos und ist landschaftlich wunderschön gegliedert durch ein Bachtal, Hangwiesen und Wälder. Hier befindet sich der Biohof der Familie Zierer. Von hier kommt die frische Biomilch für die Ökokiste. Vierzig Kühe produzieren auf dem Ziererhof den weißen Powerdrink. Die Herde, die aus Schwarzbunten und Fleckvieh Kühen besteht, hat ein sehr schönes Leben in Kleinbachern. Im Gegensatz zum Großteil ihrer Kolleginnen auf konventionellen Bauernhöfen dürfen die Kühe beim Zierer im Frühjahr, Sommer und Herbst auf die Weide. Im Sommer sogar Tag und Nacht. Auch im Winter haben die Kühe einen Auslauf und können ins Freie.

Vor der Umstellung auf biologischen Landbau hat Herr Zierer außerhalb der Landwirtschaft gearbeitet. Der Betrieb wurde von ihm und seiner Frau Hildegard im Nebenerwerb geführt. Der Hof war mit 15 Hektar und 20 Milchkühen zu klein, um genug Einkommen für die Familie mit vier Kindern zu erwirtschaften. Herr Zierer war an einem Scheideweg, was die Perspektive seines Betriebs anging, als er im Fernsehen einen Bericht über eine kleine hofeigene Milchabfüllung auf einem Biohof sah. Diese Möglichkeit für seinen Hof umzusetzen, hat ihn sofort fasziniert. Er hat sich umgehend um eine entsprechende Beratung vom Bioland Verband bemüht und als alles durchgerechnet und durchgeplant war, sprach nichts mehr gegen dieses Projekt: die Umstellung auf Ökolandbau und die hofeigene Abfüllung von Trinkmilch. So hat die neue Absatzmöglichkeit letztendlich die Umstellung auf den ökologischen Landbau bewirkt und die Weiterführung des Betriebes gesichert. Seitdem ist auf dem Zierer Hof viel passiert. Der Betrieb konnte nun wachsen. Nach und nach wurden Flächen zugepachtet und der Tierbestand erweitert. Die Herde umfasst nun 50 Kühe plus Nachzucht und die Betriebsfläche ist auf 50 Hektar gestiegen. Herr Zierer hat seine Nebentätigkeit aufgegeben und sich ganz der Umstellung und den notwendigen Umbaumaßnahmen gewidmet. Sein Sohn Florian, der zunächst eine Bäckerlehre absolviert hatte, ließ sich von der Begeisterung anstecken und machte eine landwirtschaftliche Ausbildung. Wie geplant, hat er den Hof mittlerweile übernommen. 

Den Kühen auf dem Zierer Hof geht es richtig gut. Die Fütterung des Milchviehs hat einen sehr hohen Anteil an hofeigenem Grundfutter, das sind neben dem Weidegras Heu, Grassilage und eigenes Getreide. Ergänzt wird das Grundfutter durch Brotbrösel von der Hofpfisterei und Ökobiertreber. Das Kraftfutter, das dazu dient, das Milchleistungspotenzial ganz auszuschöpfen, wird in Bioqualität zugekauft und sehr sparsam dosiert. Dass es den Kühen wirklich gut geht, zeigt ihre überdurchschnittlich hohe Milchleistung. Der Stalldurchschnitt liegt bei 8000 Liter pro Kuh und Jahr. Der Star im Stall ist Mirl, sie schafft 11.500 Liter und hat schon viele ebenso leistungsstarke und gesunde Kälber geboren. 

Neben den hofnahen Weiden zum Grasen für die Kühe liegt ein Großteil des Grünlands im Freisinger Moos. Diese Wiesen werden für die Bergung von Heu und Grassilage genutzt. 40 ha Grünland und 10 Hektar Ackerland hat der Betrieb heute, um die 40 Kühe zu ernähren.

Die Abfüllung von Trinkmilch direkt auf dem Bauernhof erfordert die Einhaltung extrem hoher Hygienestandards. Herr Zierer hatte als junger Mann in den 70ern fünf Jahre in der Molkerei Weihenstephan gearbeitet und war dort genau für den Bereich Trinkmilchproduktion zuständig. Das war die ideale Voraussetzung, um dieses neue Projekt anzugehen, sein ganzes Know-how konnte hier einfließen. Und so wird auf dem Ziererhof die Milch professionell pasteurisiert, also einmalig kurz auf 72-74° C erwärmt, und ist eine Woche lang haltbar. Da die Wege der Milch durch Rohrleitungen sehr kurz sind, wird sie mechanisch nur minimal belastet. Außerdem verzichten Zierers auf eine Homogenisierung, sodass die Fettkügelchen erhalten bleiben. Die daraus resultierende Bekömmlichkeit wurde vielfach bestätigt. Durch das Nicht-Homogenisieren setzt sich der Rahm nach längerem Stehen oben ab. Er kann durch leichtes Schütteln wieder verteilt werden.