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Bruderhahn: Eier und Fleisch

Bruderhahn: Eier und Fleisch

Wer war zuerst da, das Ei oder das Küken? Tja, diese Frage wollen wir heute nicht klären, aber darauf aufmerksam machen, dass beides zusammen gehört, egal ob ein männliches oder weibliches Küken schlüpft. Nun ist das Thema nicht neu und seit Jahresbeginn offiziell das Töten männlicher Küken in Deutschland verboten. Das klingt schön und gut, doch die Folgen davon zeichnen sich erst jetzt ab. Denn es ist nicht geregelt, wo, wie lange und unter welchen Bedingungen die Küken aufwachsen. Für den konventionellen Bereich und EU-Bio ist vieles nicht geregelt. Dagegen arbeiten Verbände wie Biokreis, Bioland, Naturland und demeter schon seit langem an einem eigenen System. Doch dazu weiter unten mehr. Vorerst wollen wir die Schattenseiten des Verbotes, männliche Küken zu töten, erläutern.

Mit der In-Ovo-Selektion lässt sich bereits im Ei herausfinden, ob ein männliches oder weibliches Küken heranwächst. Das ist ein aufwendiges Verfahren, weil jedes Ei angepiekst wird. Aufgrund neuer Erkenntnisse, deren zufolge die Embryonen bereits frühzeitig Schmerzen empfinden können, gelten bald neue, komplizierte Regeln. Dennoch ist die In-Ovo-Selektion für die Industrie kostengünstig und fördert weiterhin die Aufzucht von weiblichen Hühnern, die entweder viele Eier legen oder viel Fleisch ansetzen.

Die Industrie geht sogar so weit, dass Legehennen mit dem Gentech-Verfahren Crispr/Cas verändert werden. Dadurch sterben bereits die Männchen vor Geburt und ausschließlich Hochleistungs-Weibchen schlüpfen. Leider gilt dieses Verfahren auf EU-Ebene nicht als Gentechnik, weshalb die Eier nicht extra gekennzeichnet werden müssen. Das Bild vom glücklichen Huhn könnte damit endgültig der Vergangenheit angehören, denn entweder sind die zukünftigen Legehennen auf Hochleistungsprinzip mit 300 Eiern pro Jahr getrimmt oder wachsen zu schnell heran, dass die Knochen nicht mehr fest genug werden, um das angesetzte Fleisch zu tragen.

Zurück zum Bruderhahn. Im EU-Bio-Bereich, also ohne Verbandssiegel, gibt es keine Vorgaben für die Aufzucht der Bruderhähne. Daher ist möglich, dass die Bruderhähne in Polen aufwachsen und gemästet werden - konventionell. Diesen männlichen Tieren, die zwar auf einem Biohof in Deutschland ausgebrütet wurden, ergeht vielleicht das gleiche Schicksal wie einem männlichen Küken, das auf einem konventionellen (Groß-)Betrieb ausgeschlüpft ist. Bekannt ist, dass sie allesamt in Polen aufwachsen und dann von dort aus nach Westafrika vermarktet werden.

Bruderhahn-Produkte

Was gilt nun als echte Alternative und was können Sie - unsere Kunden - tun, um dieses gängige System nicht zu unterstützen?

Das Stichwort heißt Zweinutzungshühner. Dabei handelt es sich um Zuchtlinien, bei denen die Hennen genug Eier legen und die Hähne ausreichend Fleisch ansetzen. Die von Bioland und Demeter 2015 gegründete Ökologische Tierzucht gGmbH (ÖTZ) züchtet solche Tiere und wird dabei von uns mit einem Cent pro verkauftem Ei unterstützt. Die Voraussetzung für das Funktionieren dieses Systems ist jedoch auch, dass Verbraucher, die die Eier der ÖTZ zu sich nehmen, ebenso Bruderhahnfleisch kaufen.

Erhält das System genügend Unterstützung, dann können Schwestern und Brüder gemeinsam aufwachsen zu Bedingungen, die ihnen genügend Auslauf, Zeit und Futter bieten. Die Tiere sind von Anfang an gesund und weniger anfällig für Krankheiten und andere Probleme, die Hochleistungstiere bekommen. Der Bauer kann mit Zweinutzungshühnern zu einer natürlichen Aufzucht ohne Leid zurückkehren und sich unabhängig von Konzernen und Lieferketten machen. Kunden greifen natürlich etwas tiefer in die Tasche, vor allem in letzter Zeit, weil das Futter für die Tiere stark schwankt. Dafür schaffen Sie Unabhängigkeit für die Bauern, fördern regionale und natürliche Kreisläufe, geben Tieren Lebensfreude und Kraft, erhalten garantiert gentechnikfreie Eier und können hochwertiges Fleisch verzehren.