Biohof Laurer
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Biohof Laurer in Landau

Adresse:
Biohof Laurer 
Zeholfing, Hochberg 3 
94405 Landau / Isar

Inhaber:
Helmut Laurer

Schwerpunkte:
Erdbeeren, Spargel, Himbeeren, Physalis, Paprika, Auberginen, Tomaten

Website:
www.biohof-laurer.de

Kontrollstelle:
DE-ÖKO-006

Verband:

Bioland Verband
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Malerisch gelegen ist der Hof der Familie Laurer. Die Familie Laurer, das sind Helmut und Christa Laurer und ihre zwei Kinder Julia und Michael, die sich bereits jetzt in jungen Jahren in der Selbstständigkeit erproben. So ist Julia für die Zierpflanzen und Michael für die Himbeeren verantwortlich.

Seit 1997 wird auf dem Hof nach Bioland Richtlinien gewirtschafet, seitdem besteht auch die Beziehung zwischen dem Amperhof und der Familie Laurer. Mit Höhen und Tiefen, so wie sich das bei einer langen Beziehung gehört. Jedoch laut Helmut Laurer, immer eine gute Beziehung auf Augenhöhe, die vor allem durch das Entgegenkommen und das Zueinanderstehen geprägt ist.

Auberginen, Peperoni, Paprika rot und grün und Artischocken, das sind die Produkte, die Helmut und Christa Laurer im Isartal bei Landau in höchster Bioqualität produzieren. All diese Kulturen, die sonst aus Frankreich und Italien importiert werden oder in Deutschland im Gewächshaus angebaut werden, gedeihen beim Laurer im Freilandanbau. Helmut Laurer ist ein Bauer, der in vielerlei Hinsicht unkonventionell ist und sich traut, neue Wege zu gehen. So hat er sich nach der Umstellung auf ökologischen Anbau sehr viele Biohöfe und Gärtnereien angeschaut, nicht nur in Deutschland. Mit dem Motorrad hat er sich nach Spanien, Italien oder Frankreich aufgemacht, um sich über den dortigen Anbau zu informieren. Und dann einfach losgelegt. Und es sind nicht etwa zwei oder drei Hektar, die Helmut mit mediterranem Fruchtgemüse anbaut, sondern stattliche 60 Hektar (plus 30 Hektar Gründüngung). Eine beeindruckende Menge, die viele helfende Hände braucht; und so arbeiten je nach Saison 20 bis 30 Personen bei der Aussaat oder bei der Ernte. „Erfolgreich ist man, wenn man seine Arbeit aus dem Herzen heraus macht“, sagt Helmut und sein Betrieb ist der beste Beweis dafür. Diese Einstellung hilft Helmut sicherlich, wenn es mal wieder in den Spitzenzeiten alles zu eng wird. Es ist nicht einfach, bei einer so großen Anbaufläche den Überblick zu behalten. Meist muss die Aussaat der einen Kultur wegen der guten Witterung ganz dringend vorgenommen werden und gleichzeitig die Ernte der anderen Kultur für verschiedene Abnehmer koordiniert werden. Obwohl der Hof stark technisiert ist, gibt es immer noch viel Handarbeit. So werden die Arbeitstage besonders im Sommer oft recht lang.

Helmut Laurer hat den kleinen Milchviehbetrieb 1986 von den Eltern übernommen. Nach der Hofübergabe wurden neben In-dustriegemüse auch Erdbeeren angebaut. Und den Erdbeeren haben wir das Glück zu verdanken, dass Helmut Laurer den Hof schrittweise auf Ökolandbau umgestellt hat. Als er – wie immer - ein Pflanzenschutzmittel zur Pilzbehandlung ausgebracht hatte – kurz vor der Ernte eine gängige legale Anwendung – wollte er seinen Kindern nicht erlauben, diese Erdbeeren zu essen. Dann war es plötzlich nur noch ein kleiner Schritt zu sagen: Dann kann ich mein Produkt auch nicht reinen Gewissens an die Kunden verkaufen. Das Unbehagen war zu groß geworden und er machte sich Gedanken über den ökologischen Landbau.

Nach ersten Schritten der Umstellung Mitte der 90er Jahre mit Lauch, Einlegegurken und Chinakohl wuchs dann schnell die Begeisterung und der Ehrgeiz. Die Erdbeeren gibt es jetzt in hundert prozentiger Bioqualität. Die jüngste Innovation im Anbau ist Physalis, die Andenbeere. Bislang noch recht unbekannt wird sie nach und nach zur attraktiven Ergänzung auf dem Abokisten-Speiseplan. Zu den Standardkulturen gehören noch Brokkoli, Blumenkohl und Spargel. Es werden Einlegegurken angebaut, denn es gibt auch eine ganze Reihe eigener Konserven vom Biohof Laurer.

Der Biohof Laurer ist ein echter Familienbetrieb. Christa Laurer ist die Schaltstelle des Betriebes. Sie macht sämtliche Büroarbeiten, Buchhaltung, Koordination ect., bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Helmut ist für den gesamten Anbau, die Planung und das Management verantwortlich. Seine Eltern wirken ebenfalls noch mit. Die Seniorchefin sorgt für das leibliche Wohl.

Schon bald nach der Vollumstellung 1997 entstand eine enge Zusammenarbeit mit drei anderen Gemüseerzeugern aus Niederbayern: den Biohöfen Waas, Wiethaler und Stockner, die ebenfalls Gemüseanbau betreiben. Diese vier Betriebe schlossen sich zu einer festen schlagkräftigen Liefergemeinschaft zusammen. Jeder einzelne Betrieb bringt seine besonderen Fähigkeiten und seine spezifische Produktpalette ein. Beim Laurer wird ein Teil der Produkte der anderen drei Betriebe für die Ökokiste gesammelt und dann gemeinsam ausgeliefert, um Fahrtkosten und Arbeitszeit zu sparen. Durch diese Gemeinschaft können die vier Betriebe trotz ihrer recht marktfernen Lage von 130 km Entfernung von München ihren Abnehmern, wie z.B. der Ökokiste, eine effektive Logistik nach modernem Standard bieten.

Tochter Julia Laurer prüft die Tomatenpflanzen.
Nicht ganz ausgereifte, aber dennoch regionale und leckere Paprika vom Laurer
Physalis aus Niederbayern sind ein Traum
Von links nach rechts: Julia Laurer, Sophie Erdmann und Helmut Kinzelmann vom Amperhof, Helmut Laurer
Erdbeerernte
Helmut und Helmut ernten Erdbeeren
Helmut Laurer sticht Spargel

Regionale Paprika, das ist schon was feines. Wir haben ab Sommer für kurze Zeit Paprika von der Gärtnerei Laurer. Sicherlich wussten Sie schon, dass grüne Paprikas lediglich unreife rote Paprikas sind? Ja und da wir in unseren Breitengraden weniger Sonne haben als in südeuropäischen Gegenden, wird nicht immer der volle Reifegrad erreicht. So ist es auch mit selbst angebauten Tomaten. Die werden zwar groß aber nicht ganz rot. Gut, bei Tomaten ist es einfach. Die lassen Sie auf dem Fensterbrett nachreifen. Bei Paprika geht das leider nicht immer so glatt. Trotzdem können Sie es probieren.

Unser Tipp: 

  • Paprika wie Tomaten zum Nachreifen 3 bis 4 Tage in einen Karton oder eine Schale mit Deckel legen. Mit etwas Glück und grünem Daumen röten sie sich nach und nach und bleiben knackig. Klappt aber nicht immer. 
  • Grüne, geerntete Paprika zusammen mit Äpfeln in eine Tüte stecken. Manchmal reifen sie noch nach. Je länger man wartet, desto weicher werden sie. Am Besten grün ernten und zu Salsa weiterverarbeiten.

Funktionieren kann die Nachreifung deshalb, weil Paprika selbst Ethen bildet. Ein Gas welches die Reifung fördert. Das geht aber nur, wenn bei der Frucht bereits der Reifeprozess eingesetzt hat. Oder weil sie das Ethen der Äpfel nutzt um zu reifen.