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Kartoffelhof Huber
Logo Kartoffelhof Huber

Paartal Biohof, ehemals Kartoffelhof Huber in Walleshausen

Adresse:
Paartal Biohof
Kirchplatz 6
82269 Walleshausen

Inhaber:
Christoph & Laura Ehrhardt

Schwerpunkte:
Kartoffeln

Website:
www.gutekartoffeln.de

Kontrollstelle:
DE-ÖKO-006

Verband:

Bioland Verband

Seit Juli 2024 ist es offiziell: Christoph Erhardt hat den Hof von Martin Huber übernommen, bisher war er der Betriebsleiter des Hofes. Damit ist ein Traum für Christoph in Erfüllung gegangen und für Martin ebenso. Beide teilen ihre Leidenschaft für Kartoffeln und für den Ökolandbau. Martin Huber steht auch weiterhin als Berater an Christophs Seite. Außerdem bleibt er der Züchtung neuer Sorten sowie Wissenschaft treu.

Kennengelernt haben sich die beide, als Christoph in der Ausbildung zum Landwirt auf einem konventionellen Hof arbeitete. Sie kamen ins Gespräch und Christoph fragte Martin, ob er für sein drittes Lehrjahr zum Kartoffelhof und in den Ökolandbau wechseln darf, das war 2006. Martin war damals ein bekannter Bio-Pionier, lesen Sie dazu mehr im Abschnitt "Wie alles begann..."

Christoph schloss seine Ausbildung ab und da es ihm so gut gefiel, blieb er am Hof als Festangestellter, eignete sich alle wichtigen Fähigkeiten an und entwickelte den ökologischen Kartoffelanbau sowie den Hof mit. 2010 absolvierte er den Meister im Ökolandbau. Seit 2014 ist er Betriebsleiter für die Außenwirtschaft und übernahm nach und nach auch die Vermarktung. Seine Frau Laura ist gelernte Biobäuerin und packt in der Landwirtschaft mit an. 

Den Namen des Hofes hat sich Christoph schon lange überlegt: Da er im Urstromtal der Paar steht, liegt die Bezeichnung Paartal Biohof nahe - bereits im 14. Jahrhundert wird er erstmalig als Hintere Mühle erwähnt.

Zum Hof gehören ca. 20 ha landwirtschaftliche Fläche und dazu derzeit nochmals ca. 80 ha Pachtflächen. Die Böden wechseln, von kiesigen, sandigen bis hin zu tonigen Böden ist alles geboten. Christoph und Laura legen besonderen Wert auf eine schonende Bodenbearbeitung und auf eine ausgewogene Fruchtfolge, damit sich Krankheiten und Schädlinge nicht stark vermehren können und sich der Boden immer wieder regenerieren kann. Ebenso wichtig ist ihne eine biologische Düngung mit Gründüngung, Grünbrache und organischen Düngern, mit der sie das Bodenleben und die Bodengesundheit fördern und für ein harmonisches Wachstum sorgen.

Je nach Witterung beginnt im April oder Mai die Pflanzzeit. Die Hauptdüngung der Kartoffeln erfolgt vorwiegend über eine Vorfrucht. An den Wurzeln der Leguminosen siedeln sich Knöllchenbakterien an, die den Stickstoff aus der Luft binden und als Pflanzennährstoff verfügbar machen. Zusätzlich düngen sie mit Mist oder organischem Zusatzdünger.

Wildkraut entfernen sie mechanisch durch Hacken und Striegeln. Die Käfer und Larven des Kartoffelkäfers werden mit einem mechanischen Absammelgerät eingesammelt. Bei starkem Schädlingsbefall kommen biologische Mittel zum Einsatz.

Christoph Erhardt ist seit Juli 2024 Inhaber vom Biohof Huber
Christoph Erhardt ist seit Juli 2024 Inhaber vom Biohof Huber
Herzkartoffeln - Kartoffeln ernten mit Herz
Das Team besteht aus gut ausgebildeten Mitarbeitern, die zum größten Teil lange dem Betrieb angehören.
Durch viele vorbeugende Maßnahmen versuchen sie die Kartoffelpflanzen gesund zu halten. 
Diese Maschine bläst Kartoffelkäfer und die Larven, die am meisten fressen, von den Stauden und fängt sie in Schalen auf.
Kartoffelfelder des Biolandhofes im nordöstlichen Landkreis Landsberg.
Kartoffelernte - so kommt die tolle Knolle ans Licht.

Wie alles begann...

Ein strahlend blauer Himmel, grüne Hügel und satte gelbe Getreidefelder so weit das Auge reicht. So führt der Weg nach Walleshausen bei Geltendorf zum Biohof von Martin Huber, dem Bruder von Gisela Kinzelmann. Hier dreht sich alles um die Kartoffel - im ökologischen Sinne. Martin war bei seiner Berufswahl wie viele seiner Altersgenossen inspiriert durch die Umweltbewegung. Wenn er Landwirt werden würde, dann ohne den Einsatz von Chemie und mineralischen Düngemitteln.

Mitte Juli steht der Kartoffelroder bereits auf dem Hof. Dieses riesige, rote Gerät, das von den Ausmaßen eher einem Mähdrescher gleicht, wird fit gemacht für den ersten Ernteeinsatz. Gleichzeitig steht wegen des heißen Wetters die Getreideernte an. Jeden Moment kann das Handy klingeln und der Lohnunternehmer den Startschuss geben. Dann ist Multitasking angesagt und alles muss wie am Schnürchen klappen. 

Die Kartoffel war das Produkt, das sich von Anfang an als besonders erfolgreich erwies. Sie bewährte sich im Anbau, im Ertrag und vor allem in der Qualität. Der hervorragende Geschmack der Amperhof Kartoffeln wurde von den Kunden immer wieder bestätigt. Nach einigen Jahren zog es Martin zu neuen Herausforderungen. Ihm wurde der Amperhof mit seinen 12 Hektar und seiner beengten Lage zu klein. So konnte er 1989 für sich und seine Familie einen 22 Hektar Hof erwerben, ein schönes ehemaliges Mühlenanwesen in Walleshausen und stellte zum zweiten Mal einen Hof auf ökologischen Landbau um. 

Dieser neue Hof bot wesentlich mehr Entfaltungsmöglichkeiten. Durch Zupachtungen konnte die Betriebsfläche bis heute auf insgesamt 80 Hektar erweitert werden. Gleichzeitig machte es dieser Schritt möglich, dass nun zwei Familien sich eine Existenz im ökologischen Landbau aufbauen konnten: die Hubers in Walleshausen und Gisela und ihr späterer Mann Helmut Kinzelmann am Amperhof. Hier am neuen Ort konnte Martin seinen Ehrgeiz, die Kartoffelproduktion weiter zu verbessern, ausleben. Dieser Prozess dauert bis heute an und zwar auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Im intensiven Austausch mit Kollegen wird gemeinsam nach den besten Lösungen für den Anbau gesucht. Regelmäßig trifft sich eine Gruppe von Anbauern, die sich auf Martins Initiative hin zusammengeschlossen hat,  zu Felderbegehungen und Lehrfahrten im In- und Ausland.

Ebenso pflegt Martin einen intensiven Austausch mit Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen. Es werden immer wieder Versuche auf dem Huberhof angelegt, die von der Wissenschaft begleitet werden. Derzeit wird ein Versuch zur Behandlung der Kraut- und Knollenfäule durchgeführt, der über das Forschungsprogramm Ökolandbau finanziert wird. Auch die Entwicklung von Kartoffelsorten, die für den Bioanbau gut geeignet sind, ist für Martin Huber sehr wichtig, daher testet er neue Sorten und wirbt bei den Züchtern dafür, dass die Belange des Ökoanbaus dort mehr Aufmerksamkeit erfahren. Und in der Vermarktung gibt es schon seit langem partnerschaftliche Kooperationen mit Kollegen. 

In einer Halle am Huberhof ist eine Sortieranlage installiert. Sie ist derart verzweigt und verschachtelt, dass der Besucher selbst auf den zweiten Blick nicht zu erfassen vermag, wo sich Anfang und Ende befinden. Diese Technik ist erforderlich, um die notwendige Qualität in der Sortierung für eine professionelle Vermarktung zu erreichen. Hier werden die Kartoffeln mit einer elektronischen Waage in 2,5, 5 oder 12,5 kg Packungen automatisch eingefüllt. Da die Kartoffel eine Lagerfrucht ist, muss auch nach der Ernte für eine gleich bleibende Qualität während der Lagerung gesorgt werden. Hier hat Martin noch einmal sehr viel investiert und eine neue Lagerhalle in ökologischer Bauweise errichtet. In ihr kann er vom Herbst an die Temperatur immer gleich bleibend auf 3 – 5 °C halten.

 

Video vom Kartoffelhof Huber
Video vom Kartoffelhof Huber öffnet sich durch Anklicken

 

Erna - eine alte Kartoffelsorte kommt wieder

Erna – das ist der Traum von Martin Hubers frühen Biojahren. In den 80ern war sie der Star am Geschmackshimmel der Kartoffelwelt. Sie erhielt stets beste Noten bei den strengen sensorischen Prüfungen des Bundessortenamtes. Bei den Kartoffelliebhabern in Bayern stand sie hoch im Kurs.

Kein Wunder, bei den hinreißenden Eigenschaften: Zart, cremig und angenehm im Geschmack wie keine Zweite, kugelrund im Aussehen, zartes Gelb im inneren und als Salat wie als Pellkartoffel ein Gaumenschmauß.

Leider kam Erna in den 90ern abhanden. Ihr Züchter, die Bavaria Pflanzenzuchtgesellschaft, verfolgte andere Schönheiten auf dem Acker und ließ die Erna einschlafen, sie wurde vom Markt genommen. Nur noch in der Genbank in Großlüsewitz, in der tausende von Kulturpflanzen erhalten werden, wurde sie am Leben erhalten. Ein Segen dass es diese Einrichtung gibt.

Lange trauerte unser Kartoffelbauer Martin Huber um das Verschwinden der Erna, bis er sich endlich dazu entschloss, sie wieder aufleben zu lassen. Er bestellte einige Knollen in Großlüsewitz und brachte diese nach Schottland zu Andrew Skea – einem Spezialisten für die Wiederbelebung und die Erhaltungszucht alter Sorten. In einem aufwendigen Verfahren wurden dort erst einmal die Knollen von Viren und anderen Krankheiten befreit (Meristemvermehrung, man schneidet die Stängel in kleine Stücke und zieht diese – ähnlich wie Stecklinge bei Rosen – auf Agar Agar wieder an – so bekommt man schneller eine größere Anzahl). So wurde die Grundlage für eine größere Anzahl von Knollen gebildet. Pro Hektar Anbaufläche benötigt man 40.000 Knollen zum Pflanzen, im Jahr 2015 hatte er dann erstmals diese Menge zur Verfügung.

Also konnte Martin Huber 2015 eine erste kleine Ernte einfahren. Einen Teil davon bekamen einige Kunden bereits für kurze Zeit zum Probieren – die Reaktionen waren sehr positiv: „Wer den Unterschied nicht schmeckt, dem ist nicht mehr zu helfen“, „Eine tolle Kartoffel, wir sind begeistert“ um nur zwei zu nennen. Den größten Teil der Ernte nutzte er, um 2016 eine größere Fläche anzubauen. Heute haben wir die Erna nahezu ganzjährig im Sortiment.