Gemeinsame Pressemitteilung des Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft (BEL) und Dominik Eulberg vom 28.4.2026:
Der Ökologe, DJ, Bestseller-Autor und Naturvermittler Dominik Eulberg hat sein aktuelles Album „Lepidoptera“ als Hommage an zwölf heimische Schmetterlingsarten geschaffen. Jetzt wird daraus eine öffentliche Mitmal-Aktion: Gemeinsam mit dem Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft (BEL) lädt er Menschen jeden Alters dazu ein, Schmetterlinge zu malen. Aus vielen einzelnen Einsendungen soll ein wachsender Schwarm entstehen und aus Staunen öffentliche Aufmerksamkeit für Biodiversität.
Die Idee dahinter ist einfach und wirkungsvoll: Schmetterlinge und andere Insekten verschwinden, ohne dass sie sich selbst bemerkbar machen könnten. Sie können nicht demonstrieren, keine Forderungen stellen und keine politischen Entscheidungen beeinflussen. Viele Menschen spüren, dass es stiller geworden ist auf Wiesen, Feldern und in Gärten. Trotzdem gerät die Biodiversitätskrise politisch immer weiter ins Hintertreffen.
Lepidoptera setzt genau dort an: Eulberg und das Bündnis wollen Aufmerksamkeit für das Thema erzeugen und die Menschen einladen, genauer hinzuschauen und sich zu beteiligen. Denn wer einen Schmetterling malt, nimmt ihn nicht nur als etwas Schönes wahr, sondern auch als Lebewesen und möglicherweise als Hinweis darauf, wie es um unsere Landschaften steht. Die Natur hat keine Stimme - also erheben wir unsere!
„Gerade in der überbordenden schönen Welt der Schmetterlinge zeigt sich sehr gut, dass Mutter Natur die größte Künstlerin von allen ist.“, sagt Dominik Eulberg. „Mit dieser Mitmal-Aktion möchten wir Menschen zum Staunen anregen und berühren. Aus vielen einzelnen Bildern entsteht ein kraftvoller Schwarm - und vielleicht auch ein neuer Blick auf die Natur, die uns umgibt.“
Für das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft ist die Mitmal-Aktion deshalb weit mehr als ein kultureller Impuls. Sie eröffnet einen Zugang zu einer Frage, die politisch viel zu lange verdrängt wurde: Warum verschwinden Arten – und warum fehlt bis heute der Wille, wirksam gegenzusteuern?
„Dominik macht neugierig auf die Schönheit der Schmetterlinge. Wir machen sichtbar, warum sie verschwinden“, sagt Anja Voß, Geschäftsführerin des Bündnisses. „Genau diese Verbindung brauchen wir: einen Zugang, der Menschen erreicht und eine Einordnung, die das Problem nicht verharmlost. Die Natur hat keine Lobby. Also müssen wir dafür sorgen, dass sie öffentlich wieder eine Stimme bekommt.“
Wissenschaftliche Studien zeigen seit Jahren, wie stark Biodiversität und Ökosysteme unter Druck stehen. Eine aktuelle Untersuchung der Rheinland Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) weist zudem darauf hin, dass die toxische Belastung durch Pestizide weltweit zunimmt.
Aber gesellschaftliche Veränderung beginnt selten nur mit Zahlen, Daten, Fakten, sondern oft mit einer neuen Beziehung zur lebendigen Welt.
Bis Mitte August können Menschen ihre Schmetterlinge auf dem Aktions-Hub einreichen. Mit jedem neuen Falter wächst der Schwarm – und mit ihm die Aufmerksamkeit für Biodiversität. Alle Informationen und Upload unter: https://enkeltauglich.bio/lepidoptera/